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  Tatjana Hodes  

die KünstlerIn

Seit Kindertagen beschäftige ich mich mit Kunst. Mein Examen absolvierte ich u.a. in Werkanalyse und Malerei. Bereits während meiner Studienzeit in München organisierte ich gemeinsam mit meinen KommilitonInnen Werkschauen. Dabei empfand ich die Zusammenarbeit mit anderen KünstlerInnen stets als Bereicherung. Nach einem Auslandsjahr in Malaysia ist mir dies sehr deutlich geworden, sodass ich mich aktuell neben meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit besonders mit dem Aufbau einer KünstlerInnen-Community beschäftige.

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Ausstellungen

anstehend​​

  • „Muster Brechen“, Eisernes Haus, Mai 2026, Gruppenausstellung

  • „WeltKinder“, Eisernes Haus, Sep 2026, Gruppenausstellung
  • „Herbst im Fenster“, Kunstfenster, Hürthpark, Okt 2026, Ausstellung mit Sabine Schumacher

 

vergangene

  • „Kunst im Schatten des Lichts“, KUBIZ Unterhaching, März-Mai 2026, Einzelausstellung

  • "Frühlingserwachen", Kunstfenster, Hürthpark, April 2026

  • "Erstes Kunstfenster", Hürthpark, Ausstellung mit Sabine Schumacher, Dez 2025

  • „Vielfalt der Einheit, Eisernes Haus, München, Okt 2025, Gruppenausstellung

  • „My Body“, Galerie 2B, Starnberg, Aug 2025, Gruppenausstellung

  • „Kunstsonnwende“, Riedenburg, Jun 2025, Gruppenausstellung

  • „Kreativität für die Zukunft“, Eisernes Haus, München, Jun 2025, Gruppenausstellung

  • „Urban Ästhetics – Zuhause und in der Fremde“, KUBIZ Unterhaching, Dez 2024, Einzelausstellung

  • „Waterlilys“, Art4Nature Galerie Bad Tölz, Jul 2024, Gruppenausstellung

  • „Inner World“, Boomer Gallery London, Mär 2024, Gruppenausstellung

  • „Atelierausstellung zu den Dreimühlentagen“, Isaratelier München, Mai, Nov 2023 & 2022, Gruppenausstellung mit dem „Isaratelier“-Kollektiv

  • „Not another christmasmarket“, Not Another White Cube, Nähe München, Dez 2022

  • „Arts&Crafts“, Ganz Woanders München, Dez 2022

  • „Transparent“, Färberei München, 2019, Gruppenausstellung  mit dem Kollektiv „Kunstinstitut“

  • „waldhaftig schön“, Ministerium in München, Bischofsmais und Würzburg, 2019, Gruppenausstellung

  • „Toll, das kann ich auch“, Färberei München, 2018, Gruppenausstellung mit dem Kollektiv „Kunstinstitut“

  • „[40]2“, Seidlvilla München, 2017, Gruppenausstellung  mit dem Kollektiv „Kunstinstitut“

  • „Abstarct works“, „I love Leo“ München, 2014/2015, Einzelausstellung

Werke

Kontakt zur Künstlerin

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Muster brecheN - KUNST aus STELLUNG

Dieses Selbstporträt ist kein Akt im klassischen Sinn.

Es ist ein Abdruck einer Sozialisation.

 

Ich liege da – nicht nur nackt, sondern verfügbar.

Bemalt mit Schokolade, einer süßen, klebrigen Metapher für Begehren, Konsum und kindlich erlernte Belohnungssysteme. Was süß beginnt, wird zur Oberfläche einer Handlung, die tief in unsere Körper eingeschrieben ist: Frau sein heißt gefallen. Frau sein heißt geben. Frau sein heißt, den eigenen Körper als Währung zu verstehen.

 

Zum Muttertag sprechen wir von Fürsorge, Aufopferung und bedingungsloser Liebe. Doch welche Muster werden weitergegeben?

Wie subtil lernen wir von unseren Müttern – und sie wiederum von ihren –, dass Nähe oft an Anpassung geknüpft ist? Dass Aufmerksamkeit verdient werden muss? Dass Liebe ein Tauschgeschäft sein kann?

 

Sex wird in heteronormativen Beziehungen noch immer häufig als Penetration definiert. Als lineares Ziel. Als Akt, der „abgehakt“ wird. Viele Frauen erleben dabei keinen Höhepunkt – und doch wird das Script selten hinterfragt. Ein „Okay“ gilt als Zustimmung, obwohl es oft nur Resignation ist.

 

 

Ich behaupte: Ein „Okay“ ist kein Ja. Nur ein Ja ist ein Ja.

 

Viele Männer nehmen diese Dynamiken oft nicht wahr – ein Umstand, der aus den sozialen Rollen und Erwartungen entsteht, die Mädchen von klein auf vermittelt werden. In solchen Situationen wird ein „Ja“ oft vorgetäuscht, ob bewusst oder unbewusst, sodass es für beide Seiten ein unsicherer Raum ist. Doch Achtsamkeit ist möglich, wenn Männer sich mit diesen Themen beschäftigen und bereit sind, eigene Erwartungen zu hinterfragen.

 

Viele Frauen lernen lange nicht, ihre eigenen Grenzen zu erkennen. Es liegt an uns selbst diese zu entdecken, zu reflektieren, neu zu definieren, Erwartungen und Rollen nicht länger blind zu übernehmen, sondern bewusst eigene Grenzen und Bedürfnisse anzuerkennen und einzufordern. Ich habe kaum eine Frau in meinem Umfeld die nicht schon mindestens eine grenzüberschreitende Erfahrung gemacht hat. Wir sind nicht dafür verantwortlich was jemand anderes in so einer Situation macht.

Wir können lediglich lernen, unseren eigenen Körper selbst besser wahrzunehmen, zu respektieren und uns den Auswirkungen des Patriacharts auf den Umgang mit dem weiblichen Körper bewusst machen. Für eine reflektierte Auseinandersetzung über dieses Thema, sehe ich Männer und Frauen in der Verantwortung.

 

Mein Körper in diesem Bild ist nicht Opfer und nicht Täterin. Er ist Schauplatz. Er ist Archiv. Er trägt die Widersprüche zwischen Lust und Pflicht, zwischen Begehren und Erzogen-Sein, zwischen Verletzlichkeit und Gewohnheit.

Ich kenne die Rolle der sexy daliegenden, willigen Frau. Meine Freundinnen kennen sie. Wir haben sie perfektioniert. Und wir haben sie satt.

 

Dieses Werk fragt:

Warum wird weibliche Sexualität noch immer an Verfügbarkeit gemessen?

Warum gilt Penetration als Zentrum, wenn sie für viele Frauen nicht das Zentrum von Lust ist?

Warum lernen wir so selten, dass wir nichts geben müssen, um geliebt zu werden?

 

Muster brechen heißt hier nicht, Sex zu verweigern.

Es heißt, ihn neu zu denken.

Jenseits von Hierarchien.

Jenseits von Leistung.

Jenseits der Idee, dass weibliche Körper etwas schulden.

 

Liebe ist kein Tauschhandel.

Und Intimität beginnt nicht mit Eindringen, sondern mit Einverständnis.

 

Dieses Bild ist meine Weigerung, meinen Körper weiterhin als Zahlungsmittel zu begreifen.

Es ist mein Versuch, die Süße abzuwaschen und darunter die Wahrheit freizulegen:

Ich muss mich nicht aufgeben, um geliebt zu werden.

 

Das ist mein Musterbruch.

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Ausschnitt

2025 - 2026

Acryl auf Leinwand

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VIELFALT in EINHEIT - KUNST aus  STELLUNG

Flavors of Belonging

Was bedeutet es, man selbst zu sein – in einer Welt, in der Räume knapp und Rhythmen vorgegeben sind? In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit der Suche nach individueller Entfaltung im vereinsamten ländlichen, wie urbanen Raum – dem oft konfliktreichen Prozess, zwischen Intuition und gesellschaftlicher Erwartung die eigene Form zu finden.

Nach über einem Jahr in Malaysia – eingebettet in eine andere Kultur, umgeben von unbekannten Aromen, Farben, Ritualen – wurde mir klar, wie sehr wir Menschen uns trotz aller Unterschiede gleichen. Ob unter tropischer Sonne oder dem bayrischen weiß-blauen Himmel: Wir alle sehnen uns nach Verbindung, nach Momenten des Genusses, nach einem Leben, das sich lebendig anfühlt.

Dafür braucht es keine großen Symbole des Konsums. Nicht das glänzende Auto macht uns glücklich, sondern die Zeit mit denen, die uns verstehen. Ein gemeinsames Mahl, ein Lachen, ein stilles Gespräch – oder eben: ein Bier mit Freunden. In meiner Heimatstadt München, wo Geselligkeit ein fester Teil der Kultur ist, wird diese Einheit im Miteinander besonders spürbar.

In der Reihe „Flavors of Belonging“ arbeite ich mit Genussmitteln als Ausdruck von kultureller Identität, sinnlicher Erfahrung und sozialem Austausch. Früher verarbeitete ich Wein, Kaffee oder Gewürze aus verschiedenen Regionen, in denen ich lebte oder reiste. Für diese Ausstellung jedoch kehre ich zurück zu meinen Wurzeln – und setze Bier als gestalterisches Element ein: als Symbol für Heimat, für gelebte Gemeinschaft und für die Verbindung von Vielfalt in der Einheit.

Gerade die Vielfalt der Münchner Biere – ob Helles, Dunkles, Weißbier oder Export – steht für eine lebendige Tradition, in der Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern. Jede Sorte bringt ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Charakter mit – und führt dennoch zum gleichen Ziel: dem gemeinsamen Erleben und Genießen.

Die Ausstellung „Vielfalt in Einheit“ ist für mich ein Versuch, dieses Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Individualität und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit sichtbar zu machen. Denn wahre Einheit entsteht nicht durch Gleichmacherei – sondern durch das Anerkennen und Wertschätzen unserer Unterschiede – und die Freude am gemeinsamen Erleben.

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Flavours of Belonging - Muc I

2025, 50 cm x 100 cm

Bier, Acrylfarbe, Aquarellstifte auf Leinwand

Je 890€

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