
Franziphia
die KünstlerIn
Mein künstlerisches Arbeiten lässt sich am ehesten beschreiben als kreativ-spielerisches Erforschen von Materialien und Techniken. Mich beschäftigen und faszinieren Themen wie Licht, Schatten und Reflexionen sowie Gefühle, Heimat und Landschaft, sowohl im gestalterischen, physisch erfahrbaren als auch im philosophischen und spirituellen Sinne.
Prägend für mich war zum einen die Arbeit in der Dunkelkammer, mit Fotogrammen (Direktbelichtung) von Glasobjekten und zum anderen die Forschung in der Kunstgeschichte, hier vor allem zu Martha Hoepffner, einer deutschen Fotografin und Lichtkünstlerin. Darüber hinaus beeindruckte mich Hilma af Klint mit Farbtheorien und Großformaten sowie David Hockney, vor allem zu den Themen digitales künstlerisches Arbeiten, Perspektive und Blickwinkel sowie Formatfragen seiner Landschaften.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung als Erzieherin erfüllte ich mir mit dem Studium an der LMU einen großen Traum. Die Kunstpädagogik lag nahe, da ich immer schon an Kunst interessiert war und meine Kreativität dort ausleben und durch neue Techniken erweitern konnte. Gleichzeitig interessierte mich das intensive, theoretische Eintauchen in die Forschungsarbeit der Kunstgeschichte. Meine Neugier war geweckt und mein Wissensdurst ist mit jeder Vorlesung gewachsen. Infolgedessen belegte ich beide Studiengänge als Hauptfach im Bachelor, auch wenn das mehrfach dazu führte, dass ich mir den Zeitumkehrer von Hermine Granger wünschte, um sich überschneidende Kurse besuchen zu können.
Besonders spannend finde ich, wenn theoretische, philosophische oder gesellschaftliche Themen, die mich beschäftigen, sowie meine Reisen und Heimat(en) sich in meiner praktischen Kunst zeigen.
Zurzeit arbeite ich daran, mich wieder & neu in München zuhause zu fühlen, nachdem ich knapp vier Jahre in England gelebt hatte. Dort habe ich verschiedene Drucktechniken, das Stricken sowie Formen und Farben von Pflanzen für mich entdeckt. Nun freue mich darauf, diese Eindrücke in neuen Kunstwerken zu verarbeiten.

Ausstellungen
anstehend
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"Muster brecheN", Eisernes Haus, München, Mai 2025, Gruppenausstellung
vergangene
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Diverse Ausstellungen während des Studiums 2017 -2019
Schwabing, gelbes Haus? Werkschau?
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„Berührungslinien“, Abschlussausstellung Kunstpädagogik, Domagkateliers, München, 11.07 – 14.07.2019
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„Transparenz“ Werkschau in der Färberei, 17.10. - 26.10. 2019
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Dauerausstellung in Warte- und Praxisräumen, Gemeinschaftspraxis für Psychotherapie und Coaching, Landwehrstr 19, München, 2019 - Heute
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„Farben und Formen – Kunst und Abstraktion“, Werke aus einem Projekt mit Kindern, im Voyer des Referats für Bildung und Sport, Landsberger Str. 30, 2019 -2024
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Ausstellung im Rahmen der “Heritage Week”, The Royal Sutton Coldfield Town Hall, Sutton Coldfield, Birmingham, UK, 2025
Werke
Kontakt zur KünstlerIn

Muster brecheN - KUNST aus STELLUNG
Warum fotografieren wir? Was wollen wir festhalten?
Was kann ich durch Fotografie übermitteln oder erfahrbar machen?
Das Thema Muster brechen spiegelt sich schon im Entstehungsprozesses meiner Fotocollage wider, wenn man die Silhouette einer wunderschön verschnörkelten, schmiedeeisernen Straßenlaterne in der Mitte der Komposition betrachtet. Diese steht direkt vor der Sagrada Família, dem berühmtesten Bau Barcelonas. Scheinbar niemand beachtet die Straßenlaterne, da Gaudís Meisterwerk die Aufmerksamkeit aller auf sich zieht. Also gebe ich ihr einen zentralen Platz in meinem Bild. Ich habe Keramikdarstellungen von Trauben und Mais an die Lampe gehängt, sie symbolisieren das gute Essen und den Rotwein Spaniens. Denn unsere Erinnerungen werden vor allem durch unsere Sinneseindrücke geprägt, nicht durch eine Millisekunde einer Fotoaufnahme, von der wir hoffen, sie würde die Erinnerung in der Bilddatei speichern und so für uns abrufbar machen.
Erinnerungen entstehen aus der Summe von Momenten und Sinneswahrnehmungen, vermischen sich und werden so zu einem neuen Ganzen. So wie hier ein Stück Street-Art in Form einer Hommage an Künstler Salvador Dali, welches mehrere Wochen an meiner Bushaltestelle klebte. Es verschwimmt mit dem beeindruckenden Jugendstil-Deckenfenster aus Buntglas aus dem Palau de la Musica.
Wir alle fotografieren Dinge und Situationen, die wir in dem Moment für bedeutsam halten oder die wir festhalten, um sie mit anderen zu teilen, wenn wir zurück aus dem Urlaub sind. Wie viele der Fotos werden dann für 24 Stunden auf Social-Media geteilt oder wandern direkt in Cloudspeicher, wo sie dann 'verstauben‘? Erst das Zusammenfügen und Re-arrangieren durchbricht das Muster des Sammelns von Bildern und schafft etwas Neues, einen Ausdruck dessen, was das Erlebte vermitteln kann. Das kann in einem Fotoalbum oder wie hier in einer Collage geschehen. Das aus Bruchstücken zusammengesetzte Bild wird ein neues Ganzes. Wer versucht, ein Foto von meinen Erinnerungen an Barcelona zu machen, wird feststellen, dass man sich selbst in der Reflexion des Plexiglases sieht, wodurch die eigene Spiegelung im Bild zum Teil der eigenen Erinnerungen wird.

Memories of Barcelona

