
Ingrid Amann
die KünstlerIn
Die Künstlerin ist eine in München lebende Architektin und Künstlerin, die sich seit vielen Jahren in ihren Arbeiten sowohl in der Architektur als auch in den Bildern mit dem Themenkreis
Raum und Licht - Wahrnehmung und Reflexion beschäftigt.
Die Fotos spiegeln eine intensive Beschäftigung mit der Wirkung von Licht, Atmosphäre und Farbe und dem Element Wasser. Diese Lichtstudien zeigen Spiegelungen auf der Wasseroberfläche.
Bei den Bildern von Ingrid Amann handelt es sich um Fotografien auf Kunstglas, die in ihrer Abstraktionsabsicht eher an Malerei als an Fotographie erinnern.
Diese Lichtstudien zeigen Spiegelungen auf der Wasseroberfläche.
Feste und konkrete Formen und Farben lösen sich als Spiegelungen an der Wasseroberfläche durch Bewegung des Wassers, Schattenbildungen und Überlagerungen vollständig in abstrakte Reflexions-Landschaften auf.
Sie erzählen vom Element Wasser, von seinem Glanz und vom reflektierten Sonnenlicht auf seiner spiegelnden Oberfläche. Sie weisen dabei auch auf unser Auge, dass reflexartig
versucht in der spiegelnd- flackernden Oberfläche des Wassers irgendwie Motiv und Muster zu erhaschen und zu erkennen.
Wie entstehen diese Bilder?
Die Fotographien entstehen immer im Freien, „en plein air“, und zeigen direkt eingefangene,
genaue Beobachtungen von Lichtspielen und von Farbreflexionen auf Wasserflächen.
Sie zeigen dabei eine Wirklichkeit so, wie sie sich dem Auge der Kamera präsentiert.
Die Aufnahmen sind nicht digital erstellt oder digital animiert.
Das Bild ist ganz konkret und der gewählte Ausschnitt, das Framing, schafft für unsere Wahrnehmung das Angebot zur Abstraktion.
Ein winziges Quantum Zeit ist in diesen Bildern eingefangen.
Sie zeigen somit kaum wahrnehmbare Erscheinungen der bewegten Wasseroberfläche.
Es sind flüchtige Momente, die unser Auge nicht fähig ist festzuhalten und dann als Einzelbild erinnerbar zu speichern.
Wir sehen darin eine konkrete, angehaltene Wirklichkeit - und nicht die bewusst konstruierte Abstraktion eines Malers oder eines Computers: Ein großes Thema in unserer Zeit der
Fragen nach Wirklichkeit, Wahrheit und Interpretation.
So stellen diese Bilder ein Angebot für den Betrachter dar, eine Einladung in den Bildraum, zu assoziieren, zu interpretieren oder eben einfach nur die Schönheit der Wirklichkeit zu
schauen.
Ingrid Amann – Architektur und Fotokunst
Die Künstlerin ist eine in München lebende Architektin und Künstlerin, die sich seit vielen Jahren in ihren Arbeiten in der Architektur und in ihren Bildern mit dem Themenkreis
Raum und Licht - Wahrnehmung und Reflexion beschäftigt.
Tätigkeiten:
-
Mitarbeit bei archäologischen Ausgrabungen
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Studium Architektur an der TU München und an der ETH Zürich
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Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin
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Gastprofessuren an der Hochschule München und an der TU München
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Architektin, Stadtplanerin, Freischaffende Künstlerin

Ausstellungen
anstehende
-
"wELtkindER", Eisernes Haus, München, September 2026, Gruppenausstellung
vergangene
-
"Muster brecheN", Eisernes Haus, München, Mai 2026, Gruppenausstellung
-
„REFLEXION“, 07/2025 - 08/2025, Sandkasten, München, Temporärer Ausstellungsraum in den Meisterhöfen
Werke
© Ingrid Amann, 2026, die Nutzung von Abbildungen jeglicher Werke ist nur mit Genehmigung der Künstlerin gestattet

Die Fotografie entstand in Venedig im Morgenlicht, das sich flackernd im Canale delle Navi spiegelte.So wie Claude Monet die "Reflexionen auf dem Wasser", 1917 in Gyvechy beobachtet und gemalt hat, so hält hier das Auge der Kamera ganz präzise eine Spiegelung, eine mögliche Musterbildung und die Musterbrechung fest. Der Fokus liegt dabei auf der Licht- und Farbwirkung. Die Aufnahme ist ein Abbild, ein Dokument eines flüchtigen Moments an jenem Morgen in Venedig.
„Spuren am Canale delle Navi"
Venedig
2023
Kontakt zur KünstlerIn

„Spiegelungen“
Das Thema der Ausstellung Welt Kinder“ ist Anlass über Spiegelung und Kindheit nachzudenken.
Mit circa 2 Jahren erkennt sich ein Kind selbst im Spiegel und ist von da an fasziniert vom Phänomen der Spiegelung.
Diesen Meilenstein der Selbstwahrnehmung untersucht man mit dem sog. Rouge-Test, bei dem einem Kind ein Farbklecks ins Gesicht gemalt wird. Greift das Kind beim Blick in den Spiegel an die eigene Nase statt in das Spiegelbild, hat es wahrgenommen:
„Das bin ich“. Und das Kind lächelt!
Die Kindheit bestimmt unsere innere Grundstruktur, unser Erkennen von Mustern und damit unsere Assoziationen maßgeblich. Durch die neuronale Prägung eines sich entwickelnden Gehirns, das in den ersten Lebensjahren wie ein Schwamm alle Umweltreize aufsaugt, baut sich dieses innere Gerüst der Reflexion auf.
In dieser frühen Phase ist die neuronale Plastizität am höchsten, wodurch synaptische Verbindungen basierend auf wiederholten Erfahrungen und intensiven Emotionen dauerhaft gefestigt werden.
Reflexion ist das zentrale Thema dieser Foto-Studien.
Der Begriff Reflexion beschreibt 2 Bedeutungsebenen des Phänomens Spiegelung: Die optische Reflexion und die kognitive Reflexion
- Die optische Reflexion
Wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, wird es entweder reflektiert, absorbiert oder durchgelassen. Die Reflexion ist das Phänomen, bei dem Lichtwellen von einer
Oberfläche zurückgeworfen werden, anstatt sie zu durchdringen oder zu absorbieren.
Je nach Material und Oberflächenbeschaffenheit kann die Reflexion unterschiedlich stark und in verschiedenen Winkeln erfolgen. Gerade bei der Wasseroberfläche ergibt sich dabei je nach Lichteinfall, eine unerschöpfliche Menge an Reflexionsgraden.
- Die kognitive Reflexion
Diese Bilder können als Metapher unserer Wahrnehmung, unserer inneren Bilder gelesen werden. Die Wahrnehmung versucht - unbewusst - zu strukturieren und zu ordnen, interpretiert, bewertet und baut ein Model der Wirklichkeit auf. Sie ist dabei keineswegs neutral, im Gegenteil, sie ist emotional aufgeladen.
Wie nehmen wir wahr? Was assoziieren wir?
Wahrnehmung ist der Prozess, bei dem Sinnesorgane, wie das Auge, Reize aus der Umwelt oder dem Körperinneren aufnehmen und diese Informationen vom Gehirn verarbeitet und interpretiert werden.
Unsere inneren Bilder können unsere Sicht auf die Wirklichkeit verzerren, indem sie sich auf Ausschnitte konzentriert. Durch diese Auswahl und Hervorhebung lenken diese inneren Bilder die Interpretation.
Die Entwicklung von Assoziationen in der Kindheit ist die Verknüpfung von
Sinneseindrücken, Gefühlen und Konzepten im Gehirn, die die Grundlage für das menschliche Denken, Lernen und die Gedächtnisbildung bildet.
Dieser kognitive Prozess entwickelt sich von einfachen Reiz-Reaktions-Mustern im Säuglingsalter hin zu komplexen, abstrakten Wissensnetzwerken.
Die Assoziationen beim Betrachten von Bildern können somit bis in die früheste Kindheit zurückgehen. Ein Kunstwerk gibt keine feste Bedeutung vor.
Der Rezipient verbindet das Gesehene mit eigenen Lebenserfahrungen und baut eine persönliche Bedeutung auf. Aus der Menge der Assoziationen entsteht unsere vollkommen individuelle Interpretation der Wirklichkeit.
Kognitive Reflexion, oft auch als Selbstreflexion bezeichnet, ist dann die Fähigkeit, über die Wahrnehmung und damit das eigene Denken und die eigenen Denkprozesse nachzudenken.
Sie beinhaltet die Möglichkeit der bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken, Assoziationen und Interpretationen - durch Anhalten und Innehalten.
Unser Gehirn will seit unserer frühesten Kindheit assoziieren, deuten, will Bedeutung, will Regel, will Bestand, will Typologie.
Diese Tendenz zur Mustererkennung, Musterbildung und Einordung brauchen wir, aber es bleibt ratsam, dabei immer unseren eigenen kognitiven Brücken gegenüber wachsam zu bleiben.
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.
Dante Alighieri, 1300

Strandgut am Mittag,
Saint-Malo, 2022
Großformat, Fotografie auf Kunstglas, 90,0cm x 82,0cm
Kleinformat, Fotografie auf Kunstglas, 32,6cm x 29,7cm

„Reflexe oder Der Glanz des Wassers“ - beschreibt das, was es ist.
Bei diesen Bildern handelt es sich um Fotografien auf Kunstglas, die in ihrer Abstraktion eher an Malerei als an Fotographie erinnern. Es sind immer Bilder der Wirklichkeit.
Sie erzählen vom Element Wasser, von seinem Glanz und vom reflektierten Sonnenlicht auf seiner spiegelnden Oberfläche.
Sie weisen dabei auch auf unser Auge, dass reflexartig versucht in der spiegelnd- flackernden Oberfläche des Wassers Motiv und Muster festzuhalten und zu erkennen.
Die Reflexion ist das zentrale Thema dieser Studien.
Der Begriff Reflexion beschreibt 2 Modelle, 2 Bedeutungsebenen des Phänomens Spiegelung: Die optische Reflexion und die kognitive Reflexion.
Die optische Reflexion
Wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, wird es entweder reflektiert, absorbiert oder durchgelassen. Die Reflexion ist das Phänomen, bei dem Lichtwellen von einer Oberfläche zurückgeworfen werden, anstatt sie zu durchdringen oder zu absorbieren. Je nach Material und Oberflächenbeschaffenheit kann die Reflexion unterschiedlich stark und in verschiedenen Winkeln erfolgen. Gerade bei der Wasseroberfläche ergibt sich dabei je nach Lichteinfall, eine unerschöpfliche Menge an Reflexionsgraden.
-Die zweite Bedeutungsebene, die die Künstlerin dabei interessiert:Die kognitive Reflexion.
Die kognitive Reflexion
Diese Bilder können als Metapher unserer Wahrnehmung, unserer inneren Bilder gelesen werden. Die Wahrnehmung versucht - unbewusst - zu strukturieren und zu ordnen, interpretiert, bewertet und baut ein Model der Wirklichkeit auf. Sie ist dabei keineswegs neutral, im Gegenteil, sie ist emotional aufgeladen.
Wie nehmen wir wahr? Was assoziieren wir?
Wahrnehmung ist der Prozess, bei dem Sinnesorgane, wie das Auge, Reize aus der Umwelt oder dem Körperinneren aufnehmen und diese Informationen vom Gehirn verarbeitet und interpretiert werden.
Unsere inneren Bilder können unsere Sicht auf die Wirklichkeit verzerren, indem sie sich auf Ausschnitte konzentriert. Durch diese Auswahl und Hervorhebung lenken diese inneren Bilder die Interpretation.
Kognitive Reflexion, oft auch als Selbstreflexion bezeichnet, ist die Fähigkeit, über die Wahrnehmung und damit das eigene Denken und die eigenen Denkprozesse nachzudenken.
Sie beinhaltet die Möglichkeit der bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken, Annahmen und Schlussfolgerungen - beim Anhalten und Innehalten.
Aus der Menge der kognitiven Reflexionen entstehen unsere Assoziationen und unsere vollkommen individuelle Interpretation der Wirklichkeit.
Muster suchen und finden ist in vielen Fällen die Basis von Wahrnehmung(«Wenn. Dann»... In der Philosophie bezeichnet die «Wenn-Dann»-Struktur Konditionalsatz- eine logische Verknüpfung von zwei Aussagen, wobei das «Wenn» eine Bedingung für das «Dann» darstellt. Sie bildet das Fundament deduktiver Argumente, bei denen aus der Wahrheit der Bedingung zwingend auf die Wahrheit der Folge geschlossen wird.)
Mustererkennung bedeutet, Regelmäßigkeiten in den Dingen, im eigenen Denken, im fremden Denken und im Fühlen und Handeln zu identifizieren.
Das psychologische Phänomen der Mustererkennung, wie Pareidolie, ist ein Grundphänomen unserer Wahrnehmung.
Unser Gehirn will deuten, will Bedeutung, will Regel, will Typologie.
Diese evolutionäre Tendenz zur Mustererkennung, Musterbildung und Einordung brauchen wir, aber es bleibt ratsam, dabei immer unseren eigenen kognitiven Brücken gegenüber wachsam zu bleiben.

„Spuren am Canale delle Navi"
Venedig
2023



