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Spuren am C., IMG_6009.tiff

 Ingrid Amann 

die KünstlerIn

Die Künstlerin ist eine in München lebende Architektin und Künstlerin, die sich seit vielen Jahren in ihren Arbeiten sowohl in der Architektur als auch in den Bildern mit dem Themenkreis
Raum und Licht - Wahrnehmung und Reflexion beschäftigt.

Die Fotos spiegeln eine intensive Beschäftigung mit der Wirkung von Licht, Atmosphäre und Farbe und dem Element Wasser. Diese Lichtstudien zeigen Spiegelungen auf der Wasseroberfläche.

 

Die festen, konkreten Formen und Muster dieser Spiegelungen im Wasser lösen sich durch Bewegung des Wassers, Schattenbildungen und Überlagerungen vollständig in abstrakte Reflexions-Landschaften auf.


Wie entstehen diese Bilder?
Die Fotographien entstehen immer im Freien, „en plein air“, und zeigen direkt eingefangene, genaue Beobachtungen von Lichtspielen und von Farbreflexionen auf Wasserflächen.
Sie zeigen dabei eine Wirklichkeit so, wie sie sich dem Auge der Kamera präsentiert.
Die Aufnahmen sind nicht digital erstellt oder digital animiert.
Das Bild ist ganz konkret und der gewählte Ausschnitt, das Framing, schafft für unsere Wahrnehmung die Abstraktion.
Ein winziges Quantum Zeit ist in diesen Bildern eingefangen.
Sie zeigen somit kaum wahrnehmbare Erscheinungen der bewegten Wasseroberfläche.
Es sind flüchtige Momente, die unser Auge nicht fähig ist festzuhalten und dann als Einzelbild erinnerbar zu speichern.
Wir sehen darin eine konkrete, angehaltene Wirklichkeit - und nicht die bewusst konstruierte Abstraktion eines Malers oder eines Computers: Ein großes Thema in unserer Zeit der Fragen nach Wirklichkeit, Wahrheit und Interpretation.
So stellen diese Bilder ein Angebot für den Betrachter dar, eine Einladung in den Bildraum, zu assoziieren, zu interpretieren oder eben einfach nur die Schönheit der Wirklichkeit zu schauen.

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Ausstellungen

​​​aktuell

  • "Muster brecheN", Eisernes Haus, München, Mai 2026, Gruppenausstellung

vergangene

  • „REFLEXION“, 07/2025 - 08/2025, Sandkasten, München, Temporärer Ausstellungsraum in den Meisterhöfen

Werke

© Ingrid Amann, 2026, die Nutzung von Abbildungen jeglicher Werke ist nur mit Genehmigung der Künstlerin gestattet

„Spuren am Canale delle Navi"

Venedig

2023

Kontakt zur KünstlerIn

Spuren am C., IMG_6009.tiff

Muster brecheN - Kunst aus Stellung

„Reflexe oder Der Glanz des Wassers“ - beschreibt das, was es ist.

Bei diesen Bildern handelt es sich um Fotografien auf Kunstglas, die in ihrer Abstraktion eher an Malerei als an Fotographie erinnern. Es sind immer Bilder der Wirklichkeit.
Sie erzählen vom Element Wasser, von seinem Glanz und vom reflektierten Sonnenlicht auf seiner spiegelnden Oberfläche.
Sie weisen dabei auch auf unser Auge, dass reflexartig versucht in der spiegelnd- flackernden Oberfläche des Wassers Motiv und Muster festzuhalten und zu erkennen.

Die Reflexion ist das zentrale Thema dieser Studien.
Der Begriff Reflexion beschreibt 2 Modelle, 2 Bedeutungsebenen des Phänomens Spiegelung: Die optische Reflexion und die kognitive Reflexion.

Die optische Reflexion
Wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, wird es entweder reflektiert, absorbiert oder durchgelassen. Die Reflexion ist das Phänomen, bei dem Lichtwellen von einer Oberfläche zurückgeworfen werden, anstatt sie zu durchdringen oder zu absorbieren. Je nach Material und Oberflächenbeschaffenheit kann die Reflexion unterschiedlich stark und in verschiedenen Winkeln erfolgen. Gerade bei der Wasseroberfläche ergibt sich dabei je nach Lichteinfall, eine unerschöpfliche Menge an Reflexionsgraden. 

-Die zweite Bedeutungsebene, die die Künstlerin dabei interessiert:Die kognitive Reflexion.


Die kognitive Reflexion
Diese Bilder können als Metapher unserer Wahrnehmung, unserer inneren Bilder gelesen werden. Die Wahrnehmung versucht - unbewusst - zu strukturieren und zu ordnen, interpretiert, bewertet und baut ein Model der Wirklichkeit auf. Sie ist dabei keineswegs neutral, im Gegenteil, sie ist emotional aufgeladen.

Wie nehmen wir wahr? Was assoziieren wir?
Wahrnehmung ist der Prozess, bei dem Sinnesorgane, wie das Auge, Reize aus der Umwelt oder dem Körperinneren aufnehmen und diese Informationen vom Gehirn verarbeitet und interpretiert werden.

Unsere inneren Bilder können unsere Sicht auf die Wirklichkeit verzerren, indem sie sich auf Ausschnitte konzentriert. Durch diese Auswahl und Hervorhebung lenken diese inneren Bilder die Interpretation.

Kognitive Reflexion, oft auch als Selbstreflexion bezeichnet, ist die Fähigkeit, über die Wahrnehmung und damit das eigene Denken und die eigenen Denkprozesse nachzudenken. 

Sie beinhaltet die Möglichkeit der bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken, Annahmen und Schlussfolgerungen - beim Anhalten und Innehalten.

Aus der Menge der kognitiven Reflexionen entstehen unsere Assoziationen und unsere vollkommen individuelle Interpretation der Wirklichkeit.

Muster suchen und finden ist in vielen Fällen die Basis von Wahrnehmung(«Wenn. Dann»... In der Philosophie bezeichnet die «Wenn-Dann»-Struktur Konditionalsatz- eine logische Verknüpfung von zwei Aussagen, wobei das «Wenn» eine Bedingung für das «Dann» darstellt. Sie bildet das Fundament deduktiver Argumente, bei denen aus der Wahrheit der Bedingung zwingend auf die Wahrheit der Folge geschlossen wird.)

Mustererkennung bedeutet, Regelmäßigkeiten in den Dingen, im eigenen Denken, im fremden Denken und im Fühlen und Handeln zu identifizieren. 

Das psychologische Phänomen der Mustererkennung, wie Pareidolie, ist ein Grundphänomen unserer Wahrnehmung.
Unser Gehirn will deuten, will Bedeutung, will Regel, will Typologie.

Diese evolutionäre Tendenz zur Mustererkennung, Musterbildung und Einordung brauchen wir, aber es bleibt ratsam, dabei immer unseren eigenen kognitiven Brücken gegenüber wachsam zu bleiben.

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„Spuren am Canale delle Navi"

Venedig

2023

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