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  Lena Moll Art  

die KünstlerIn

Die Künstlerin Lena Isabel Moll ist im oberbayerischen Speckgürtel von München aufgewachsen und wusste schon zu Grundschulzeiten, dass sie später mal etwas Kreatives machen wollte. Spätestens in der 7. Jahrgangsstufe war ihr dann klar:sie möchte Künstlerin werden.
Im Jahr 2010 begann sie die Ausbildung zur Keramikerin an der Berufsfachschule für Keramik in Landshut. Hier sammelte sie erste Erfahrungen in der künstlerischen Ausstellungswelt und legte Grundsteine für ihren späteren künstlerischen Stil. 2013 schloss Moll (damals noch Schmidbauer) die Ausbildung als Gesellin ab und feierte dies mit der Graduiertenausstellung der Keramiker:innen.

Die nächsten Jahre reiste und arbeitete Moll, besuchte verschiedene Institute der Weiterbildung, wie die Akademie für Gestaltung und Design, absolvierte und bekam den Titel „Meisterin im Handwerk“ zugesprochen. In dieser Zeit entdecke Sie auch die Leidenschaft für zweidimensionale künstlerische Arbeiten für sich. Ihre Meisterinnenarbeit waren zwei fotografische Plakatserien mit dem Titel: „Flucht, was bleibt“. In diesen Serien verarbeitet die Künstlerin das Familientrauma, die Flucht Ihrer Großeltern. Entstanden sind die Serien zu Zeiten der großen Flüchtlingswelle 2015/16 nach Westeuropa. Zentrales Thema der fotografischen Serien war die Flucht der Familie Fretschner 1945, von Hohenjammny (Egerland) nach Deutschland, zu der auch die Großmutter, damals noch ein junges Mädchen, von Moll gehörte. Hier zeigte Moll auch erstmals wie wichtig ihr die Erforschung ihres Ursprungs, Aufarbeitung von Familientraumata und der Diskurs von gesellschaftlichen Thematiken ist. Diese Themen sind seitdem fester Bestandteil ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Fotografie blieb starkes Ausdrucksmittel ihrer Arbeiten. Nach Hospitanzen bei Fotografinnen begann Lena Moll 2017 das Studium Fotodesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Ihre ursprüngliche kunsthandwerkliche Ausbildung lies die Schaffende nie ganz los. Eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Spätstudium untersuchte eine neue analoge, fotografische Belichtungsmethode mit Direktpositiven auf Keramikplatten. Selten waren ihre fotografische Arbeiten rein 2-dimensional. Sie kombinierte ihre Arbeiten regelmäßigen mit 3-dimensionalen Plastiken und Objekten wie die Serie 'chronisch Krank' in der medizinische Gerätschaften die Bilder von chronisch Kranken ergänzt, und in der die Künstlerin auch selbst abgebildet ist. Die Fotoreportage „8 qm“, in der Kleingärtner:innen in ihren städtisch kleinen Gartenparzellen porträtiert wurden, wird von Moll durch getrocknetes, dünn geschnittenes Gemüse ergänzt, aufgenäht auf strahlend buntes Papier. 8 qm stehen dabei für die wenigen Quadratmeter Beet, die der Künstlerin in der stark städtischen Stadt München als Naturersatz zur Verfügung standen. Sie verarbeitet hier das zweite Mal sichtbar Ihre Sehnsucht nach Ruhe und unberührter Natur und greift damit auch auf eine Arbeit aus ihrer Gesellinnenzeit „Skulptur der Elemente“ zurück, wo diese Sehnsucht das erste Mal Ausdruck suchte.

Seit ihrer Studienzeit beschäftigt Moll das Thema Natur (Wald), Naturverbundenheit und Natürlichkeit, vor allem an weiblichen Körpern, stark. Sie schuf Arbeiten die natürliche, nackte, vor allem weibliche, Körper zeigen. „Für mich ist Kleidung einfach störend, wenn ich mittels Bilder Körper untersuche und zeige. Sie verfälschen das Sein, die gezeigte Person, so vollständig, da könnte ich auch ein schwarzes Tuch zeigen.“
Mit den zunehmend aktivistischen Bildern kämpfte sie gegen die anhaltende Sexualisierung von weiblichen Körpern an. Sie schloss sich schon früh der Online-Community „free the nipple“ an, der auch solche Fotogrößen wie Spencer Tunick angehören, und die für die Endsexualisierung von weiblich gelesenen Körper eintritt. Ein Zeigen von Weiblichen Brustwarzen/höfen ist bis heute nicht erlaubt in den gängigen Sozialen Medien. Männliche Brustwarzen dürfen gezeigt werden. Daraus entstand auch die Bewegung „Male Nipple“ - männliche Brustwarzen auf Bilder von Frauen retuschieren (keine Überraschung: diese Bilder wurden trotzdem gesperrt!).

Mit Hilfe von bewegten Bildern (Film) ging Moll weiter auf die Suche nach ihrer eigenen Natürlichkeit und Naturverbundenheit und schuf die Kurzfilme „Fühle es, höre zu“ & ihre Bachelorarbeit „UnterHauch“, ein 30 minütiger Experimentalfilm. UnterHauch zeigt den Prozess der Künstlerin Lena Isabel Moll um das Thema Wald, Waldwirkung und Waldverantwortung unserer Gesellschaft. Der Experimentalfilm ist eine persönliche Reise in der die Filmerin selbst zur Protagonistin wird. Mit leiser geflüsterter Stimme, ruhigen und schnellen meditativen Bildern lädt die Künstlerin uns Betrachtende in ihr Sehen des Waldes ein. Gebrochen wird das fast schon rituelle Sehen durch klar strukturierte, dokumentarische Interviews.
Mit diesem Film schloss Moll ihr Studium mit Bestnoten ab und erhielt den Titel „Bachelor of Arts“ in Fotodesign.

Nach dem Studium arbeitete Sie viereinhalb Jahre lang als Designerin in der Industrie um auf Mutterschutz & Elternzeit/-geld zurück greifen zu können. In dieser Zeit gebar sie 2023 auch ihren ersten Sohn. Zwei Fehlgeburten, die Moll erlitt, führten sie erneut zu ihrer freischaffenden Tätigkeit zurück. So machte sie sich Ende des Jahres 2025  mit „Lena Moll Art“ erneut selbstständig und arbeitet seit April 2026 als „Mama-Vollzeit“ Künstlerin.

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Ausstellungen

​​​geplant

  • "wELt KindEr", Eisernes Haus, München, September 2026, Gruppenausstellung​

vergangen

  • Bachelor exhibition // Munich University of Applied Sciences, 'UnterHauch' // experimental film, 22/07 - 24/07/2022, at 'Hochschule München, Fakultät 12', Lothstraße 17 , 80335 Munich, (group exhibition)

  • 'MCBW 2020 Munich // sozial Pavillion', 'Welcome to my mind // Prozess Depression', canceled 12/03 - 15/03/2020, postponed to 20/04/2020 at 'Hochschule München, Fakultät 12', Lothstraße 17 , 80335 Munich,(group exhibition)

  • 'Annual exhibition of Faculty 12', 'walkable Camera Obscura', Portrait series, 'Hair' Portrait series '8qm' architecture & portrait series 'without titel' July 2019 at 'Hochschule München, Fakultät 12' Lothstraße 17 , 80335 Munich(group exhibition)

  • 'Opening of the historic armory' Research work 'P 479', Short film 'Der Gast' February 2019 at 'Hochschule München, Fakultät 12' Lothstraße 17 , 80335 Munich(group exhibition)

  • 'Graduate exhibition designer in craft' photographic poster series 'Flucht was bleibt' November 2016 at 'Galerie des Handwerk' Max-Joseph-Straße 4, 80333 Munich (group exhibition)

  • 'Graduate exhibition ceramist'
    Skulptur der Elemente (1200°C, glasiert; Holz; Metall),
    Krug- & Gesellenschale (1200°C, glasiert, Wachsdekor),
    Figuren im Akt (Raku- Kapselbrand, teilw. glasiert)
    July 2013 at 'Keramikschule Landshut' Marienplatz 8, 84028 Landshut(group exhibition)

  • 'Zeitwerke','Zahnräder der Zeit' 09/10 - 18/11/2012 at Deggendorf craft museum, Maria - Ward - Platz 1, 94469 Deggendorf in-class competition of the Danner Foundation
    (group exhibition)

Werke

© Lena Moll Art, 2026, die Nutzung von Abbildungen jeglicher Werke ist nur mit Genehmigung der Künstlerin gestattet

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In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit Natürlichkeit, auch mit natürlichen, echten Einblicken in das Leben von Kindern und Familien. Meine Arbeiten machen Blickwinkel sichtbar, über die in unserer Gesellschaft oft geschwiegen wird. Gerade die Mutter-Kind Beziehung, das Stillen, die Begleitung von großen Gefühlen der Kleinen, von Schlafbegleitung, alltäglicher Belastung und Sorgen.
In meinem Werken werden gesellschaftliche Missstände sichtbar, die es Kindern und ihren Eltern tagtäglich erschweren zu leben, gesund zu bleiben.
Das Thema hat für mich Relevanz, weil ich selbst Mutter dreier Kinder bin, zwei davon sind Sternenkinder. Meine Mutterschaft hat mich sowohl persönlich als auch mein künstlerisches Schaffen verändert. In der Arbeit „Was mich ausmacht – Inhalte meiner Kunst“ verarbeite ich Periodenblut, als Trauer um das Kind, das das Blut hätte werden können. Das Blut wurde mit ursprünglichen, man kann sagen natürlich kindlichen Methoden, mittels Händen und Verlaufen durch Schnee, aufgetragen. Das Material mit Händen aufzubringen bringt mich zu meinem Ursprünglichen Ich zurück und ist auch für das Werk „Seien Sie froh, sie haben ihn fast 3 Monate stillen können!“ - Unser zweites erstes Mal Stillen geplant.

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